Dr. Melanie Joy erhält 3. Peter Singer Preis

Dr. Melanie Joy erhält 3. Peter Singer Preis

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Berlin: Am 06.05.2017 fand im Essentis Biohotel in Berlin die Verleihung des Peter-Singer-Preises für das Jahr 2017 statt. Die Preisträgerin war die vegane Buchautorin Dr. Melanie Joy. Sie prägte mit ihrem Bestseller („Warum wir Hunde lieben, Schweine essen und Kühe anziehen“) den Begriff „Karnismus“ und vermittelt durch ihre Publikationen, ihre Vorträge rund um den Globus und über ihr Netzwerk „Beyond carnism“ die Zusammenhänge, warum wir bestimmte Tiere töten und essen und anderen streicheln.

Durch ihre Tierrechtsarbeit trägt Melanie Joy maßgeblich dazu bei, in qualitativer und quantitativer Weise zur Leidminderung von sogenannten Nutztieren beizutragen.

Vor vollem Saal – darunter auch Gäste aus Nah und Fern (Martin Balluch, VGT Österreich, Krishna Singh, PETA Deutschland uvm.) eröffnete Mahi Klosterhalfen (Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt) als Moderator die Veranstaltung mit der Verlesung eines Grußwortes von Prof. Peter Singer, dem Namensgeber dieses Preises und des Vereins, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, Menschen, die in außergewöhnlicher Art und Weise zu einer Verminderung von Tierleid beitragen, mit einer Medaille und einem Geldpreis von 10.000 Euro zu ehren.

Nachdem Ria Rehberg mit einem sehr eindringlichen und ergreifenden Vortrag über strategische Tierrechtsarbeit aus Sicht von Animal Equality gesprochen hatte, hielt Dr. Walter Neussel, einer der Vorsitzenden und Initiator des „Fördervereines des Peter-Singer-Preises für Strategien zur Tierleidminderung e.V.“, eine Rede über den „Berliner Apell gegen Qualzucht und Qualhaltung“.

Im Anschluss sprach der EU-Abgeordnete Stefan B. Eck, ebenfalls Gründungsmitglied und einer der Vorsitzenden des „PSP“, über seine praktische Tierschutz- und Tierrechtsarbeit im EU-Parlament. Als Beispiel ging er auf seinen Initiativ-Bericht zum Verbot der Batteriekäfighaltung von Kaninchen detailliert ein.

Im Anschluss hielt die Autorin Dr. Tatjana Visak die Laudatio auf die Preisträgerin.

Der Vorstand des Fördervereins des Peter-Singer-Preises für Strategien zur Tierleidminderung e.V. überreichte Dr. Melanie Joy unter dem Applaus der anwesenden Gäste die silberne Peter-Singer-Medaille nebst Urkunde und einen symbolischen Scheck.

Die Rede der Preisträgerin, die mit stehenden Ovationen quittiert wurde und die anwesenden Besucher*innen sichtlich begeisterte, beendete den offiziellen Teil der Feierlichkeiten.

Nach der Veranstaltung und einem veganen Essen wurde mit ca. 50 Gästen bis tief in die Nacht über Strategien zur Tierleidminderung diskutiert.

Second Person to Receive Peter Singer Prize, After Singer: Ingrid Newkirk

Source: PETA, written by Michelle Kretzer, May 12, 2016

“In an effort to bring together the brightest minds in the global anti-speciesism movement, honor their achievements, and create a more unified force for social change, a group headed by Dr. Walter Neussel last year established the Peter Singer Prize for Strategies to Reduce the Suffering of Animals. It chose the award’s namesake as the first recipient. And this year, as the second recipient, it elected PETA President and cofounder Ingrid Newkirk.”

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4 months ago

Peter Singer Preis

Verleihung des Peter Singer Preises in Berlin an den australischen Tierrechtler Philip Wollen.Eine ereignisreiche und erfolgreiche Woche mit Philip Wollen ist vorüber.

Am Freitag, den 08.06.18, flogen der weltbekannte Philanthrop, Tierrechtler, Veganer und ehemaliger Vizepräsident der Citibank, eine meiner Mitarbeiterinnen und ich von Brüssel aus nach Berlin.

Am Vortag hatte Philip Wollen vor etwa 130 Gästen bei der Konferenz "Beyond world hunger and other crises" im Europäischen Parlament eine außergewöhnliche Rede gehalten. Die Konferenz hatte ich mit weiteren vier EU-Abgeordneten organisiert, darunter auch MEP Eleonora Evi aus Italien von der 5 Sterne Bewegung, die die gesamte Veranstaltung per LIVE-Stream auf ihren Web-Seiten aufzeichnen ließ. Das Webstreaming dürfte viele ihrer Wähler*innen und Parteigenoss*innen erreicht haben und sowohl die Tierrechtsideologie als auch den Veganismus in Italien bekannter gemacht haben.

Die Gespräche von Phil Wollen mit verschiedenen EU-Abgeordneten am Rande der Konferenz dürften ebenfalls Wirkung zeigen, denn Phil versteht es wie kaum ein anderer, seine Zuhörer*innen in den Bann zu ziehen und zu überzeugen.

Natürlich waren die Vorarbeiten für diese Konferenz äußerst zeitintensiv und zuweilen stressig, aber der Aufwand hatte sich mehr als gelohnt. Es war ein politisches Zeichen, wenn auch nur ein kleines, aber mit vielen solcher kleinen Aktionen macht man den Tierrechtegedanken und Veganismus im Europäischen Parlament salonfähig.

Am Samstag, den 09.06.2018, stand für Philip Wollen und mich die Verleihung des Peter-Singer-Preis für Strategien zur Tierleidminderung auf der Agenda. Den Preis erhielt Phil für seine zahlreichen Verdienste, denn er unterstützt weltweit 450 wohltätige Projekte zur Minderung von Tierleid, aber auch Projekte für Kinder, ältere Menschen und die Umwelt.

Ich hatte die Ehre - neben Peter Singer und Ben Moore - vor der feierlichen Übergabe des Preises eine themenbezogene Rede halten zu dürfen.

Die Veranstaltung, zu der rund 120 angemeldete und geladene Gäste aus Nah und Fern gekommen waren, wurde von Dr. Walter Neussel, dem Initiatior und ersten Vorsitzenden des Fördervereins des Peter-Singer-Preises für Strategien zur Tierleidminderung, moderiert.

Nach meinem Vortrag über die "Macht des Einzelnen" (Video hier auf dieser Seite) kam Ben Moore, Professor für Astrophysik und Direktor des Zentrums für theoretische Astrophysik und Kosmologie der Universität Zürich mit seinem Vortrag "Was ist Leben, warum ist alles Leben wichtig und warum sollten wir uns darum kümmern?" zu Wort.

Die Laudatio auf Philip Wollen hielt der Namensgeber des Preises, der Philosoph und Mitbegründer der Tierrechtswegung, Peter Singer, der seit vielen Jahren mit dem Preisträger befreundet ist.

Peter Singer hob wie schon früher besonders hervor, dass die Spezieszugehörigkeit keine Rolle bei moralischen Entscheidungen spiele dürfe. Er betonte in seiner Laudatio die überaus effektive und erfolgreiche Arbeit von Philip Wollen und lobte die verschiedenen Projekte, die Menschen und Tieren helfen.

Nach der Übergabe des Preises durch den ersten Vorsitzenden des PSP-Fördervereins, Walter Neussel, hielt der Preisträger eine bewegende Rede mit der Ankündigung, das gesamte Preisgeld (10.000 Euro) zu spenden. Er berichtete von dem Schlachthausbesuch, der sein Leben vor vielen Jahren so damatisch verändert hatte, vom derzeitigen Umgang des Menschen mit den Tieren, aber er ging auch wie schon im Europäischen Parlament auf die existentiellen Krisen ein, die durch die Klimaerwärmung, Vermüllung der Meere mit Plastik usw. bereits entstanden sind und in naher Zukunft das Leben von Mensch und Tier auf unserem Planenten bedrohen.

Man kann auch diese Veranstaltung als vollen Erfolg für die Tierrechtsbewegung bezeichnen.

Meine Mitarbeiterin und ich verbrachten noch den ganzen Sonntag - am Vormittag in Begleitung von Claudiu Dimitriu, dem bekannten Tierschützer aus Rumänien - mit Phil, um ihm als "Reiseführer" die Sehenswürdigkeiten von Berlin zu zeigen. Am frühen Abend stand noch ein Gedankenaustausch und ein gemeinsames Essen mit Melanie und Sebastian Joy auf dem Programm. Danach stürzten wir uns noch mit Phil ins Berliner Nachtleben, um unsere neue Freundschaft gebührend zu besiegeln.

Phil war knapp eine Woche zuvor, als wir ihn vom Brüsseler Flughafen abholten, ein Fremder für uns. Als wir uns Sonntagsnacht verabschiedeten, lagen wir uns in den Armen und waren echte Freunde geworden - ein Wiedersehen ist vorprogrammiert!

#PeterSingerPreis #Tierschutz #Tierrechte #Vegetarismus #Veganismus
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